Referentin: Dr. Manja Voß, Museum für Naturkunde Berlin
Sie sind friedliche Vegetarier, außergewöhnlich gut an das Leben im Wasser angepasst und längst kleine Stars in den sozialen Medien: Seekühe faszinieren mit ihrem ungewöhnlichen Aussehen und ihrer gelassenen Lebensweise. Doch kaum jemand weiß, dass diese besonderen Säugetiere einst auch in den Gewässern des heutigen Nordrhein-Westfalens lebten.
Mit ihren zu Flossen umgebildeten Vorderbeinen, schweren Knochen und kräftigen Schwanzflossen sind Seekühe perfekt an ihren Lebensraum angepasst. Heute begegnet man ihnen vor allem in warmen Küstengewässern und tropischen Flüssen. Ihre fossilen Verwandten waren jedoch auch im Urmeer des heutigen Nordrhein-Westfalens zuhause.
Welche Seekühe lebten einst in Deutschland? Wie ernährten sie sich, wie bewegten sie sich fort und was verraten ihre Fossilien über ihre Entwicklung?
Die Paläontologin Dr. Manja Voß nimmt ihr Publikum mit auf eine spannende Reise durch die Evolution der Seekühe und stellt die faszinierenden Tiere und ihre längst verschwundenen Lebensräume vor.
Dr. Manja Voß ist Paläontologin und Wissenschaftlerin am Museum für Naturkunde Berlin. Seit vielen Jahren erforscht sie die Evolution der Meeressäugetiere, insbesondere der Seekühe und Wale. Sie promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin über die Entwicklungsgeschichte fossiler Seekühe. Ihre Forschungen führten sie unter anderem in das berühmte „Tal der Wale“ in Ägypten. Neben ihrer paläontologischen Forschung engagiert sie sich in der Wissenschaftskommunikation und Hochschullehre.
Eintritt frei
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, wir empfehlen eine Anmeldung:
05231 9925 0 oder Mail
Eine Veranstaltung im Rahmen der Sonderausstellung „überLeben – Walheimat Urmeer“.