Naturkunde

Mit Gründung eines Naturhistorischen Museums für das Land Lippe im März 1835 durch Lippische Bürger mit Weitblick und Weltoffenheit entstand in Detmold der Grundstock des ältesten Naturkundemuseums Nordrhein-Westfalens.

Die Sammlung verfügt aufgrund ihres Alters und ihrer globalen Ausrichtung über einen Fundus, der nach dem des Museums Alexander König in Bonn für Nordrhein-Westfalen konkurrenzlos ist:
zahlreiche Präparate längst ausgestorbener oder stark gefährdeter, somit heute nicht mehr zu beschaffender Tierarten (die auch in unseren zoologischen Gärten kaum mehr zu sehen sind) geben Einblick in die Mannigfaltigkeit der belebten, aber auch bedrohten Natur.

Allein die Sammlung der Vogelpräparate umfasst 1.800 Individuen aus über 1.600 Arten. Hierunter die ausgestorbene nordamerikanische Wandertaube oder die vom Aussterben bedrohten Arten Eulenpapagei (Neuseeland), Pitcairn-Kormoran (Polynesien) oder Juan-Fernadez-Kolibri (Südamerika).

Auch die Sammlung der Säugetiere beinhaltet ausgestorbene(z.B.das Burchellzebra Südafrikas) oder sehr seltene Arten, wie das Aye-Aye Madagaskars oder der Celebes-Koboldmaki, aus allen Teilen unserer Erde.

Besondere Schwerpunkte bilden die Tiergemeinschaften Südamerikas, Südostasien und Australien-Neuguineas. Höchst umfangreiche Insekten- und Weichtier-Bestände stellen für die Forschung einen unermesslichen Schatz dar.

Aus der geologischen Vergangenheit der Erde bieten die Sammlung der Mineralien und Gesteine sowie die Fossiliensammlung hervorragende Beispiele.
Hier liegt das Schwergewicht auf den Lebensgemeinschaften längst vergangener Zeiten aus der Region Weserbergland und Teutoburger Wald.

Besondere Bedeutung für die Paläontologie besitzen die Sammlungen aus dem Muschelkalk und der Kreidezeit.

Führungen durch die Abteilung

Tiere im Museum Ausgestorbene und bedrohte Tiere