Mythos

Arminius, Thusnelda und die Schlacht im Teutoburger Wald

Ein deutscher Gründungsmythos

Dauerausstellung

Vor 2000 Jahren hat der Cheruskerfürst Arminius im Teutoburger Wald ein großes römisches Heer des Feldherren Quinctilius Varus vernichtend geschlagen. 1900 Jahre später, im 19. Jahrhundert, galt dieses historische Ereignis als Gründungsmythos der Deutschen Nation. Bekanntestes Symbol dieses Mythos ist das Hermannsdenkmal bei Detmold.

Im Lippischen Landesmuseum Detmold wird anhand zahlreicher Objekte vom großformatigen Gemälde bis zum Glasaschenbecher und modernen elektronischen Medien gezeigt, wie aus dem historischen Ereignis innerhalb von 500 Jahren ein wandelbarer Mythos wurde. Arminius/Hermann und Thusnelda werden im Spannungsfeld von Nationalhelden und Werbeikonen beleuchtet.

In der Dauerausstellung können Sie den gewaltigen Gemäldezyklus von Peter Janssen d. Ä. aus dem Krefelder Rathaus zum ersten Mal seit 1943 komplett bewundern. Sie können den Schöpfer des Hermannsdenkmals Ernst von Bandel als Künstler und Ikone kennenlernen und Thusnelda gleich mehrfach begegnen.
Befragen Sie im Rahmen der Medieninstallation „Konfabulator 0009“ fünf virtuelle Gesprächspartner aus unterschiedlichen Epochen zu den Themen „Arminius“, „Germanen“ und „Varusschlacht“. Eine Vorschau finden Sie auf unserem YouTube Channel. Die interaktive DVD ist im Museumsshop erhältlich.

Im Schatten des Arminius

Dauerausstellung

Ausgestellt sind zahlreiche Exponate der vorrömischen Eisenzeit und römischer Kaiserzeit, die das Leben vom 3. Jahrhundert v. Chr. bis zum frühen Mittelalter beleuchten. Zahlreiche Funde römischer Importwaren belegen die Präsenz von Römern in Lippe.

Besuchen Sie im Lippischen Landesmuseum Detmold die größte und umfassendste Dauerausstellung zu diesem Thema in Verbindung mit einem Besuch am Hermannsdenkmal.

Das Hermannsdenkmal

Geschichte erleben

Das Hermannsdenkmal ist eines der bekanntesten Denkmale Deutschlands und Europas – und eines der beliebtesten Ausflugsziele. Der Plan, dem Cheruskerfürsten auf der Grotenburg bei Detmold ein weithin sichtbares Denkmal zu setzen, geht zurück auf Ernst von Bandel. Bandel, der lange Jahre in Hannover und Berlin als Bildhauer und Architekt tätig war, hat unter Opferung seines gesamten Privatvermögens an seinem Lebensziel – der Errichtung des Armindenkmals – festgehalten.