Otl Aicher: piktogramm schrift logo

Sonderausstellung vom 18. Mai bis 28. August 2022

Zum 100. Geburtstag des Kommunikationsdesigners Otl Aicher (1922-1991) in der Designsammlung. Sie wurde gestaltet von Studierenden der TH OWL und behandelt die Vita und das Werk des bis 1991 im allgäuischen Rotis lebenden Graphikers, Publizisten, Mitgründers der Hochschule für Gestaltung Ulm und politischen Aktivisten. Partner ist das gestaltungsaffine Unternehmen FSB aus Brakel, mit dem Aicher in den 1980er Jahren eine intensive Zusammenarbeit einging.

Wegbereiter des Corporate Designs

Aicher ist einer der Wegbereiter des Corporate Designs: So entstand noch an der Hochschule für Gestaltung Ulm das visuelle Erscheinungsbild der Lufthansa, das bis heute in einer leichten Modifikation verwendet wird. Für die Olympischen Spiele von München definierte er konsequente Gestaltungsrichtlinien, die von der Uniform bis zur Eintrittskarte reichten. Mit seinen radikal reduzierten Piktogrammen erfand das Team um Otl Aicher eine neue Zeichensprache, die von allen Menschen sofort verstanden wurde.

Aicher wurde international bekannt durch die Entwicklung der Visuellen Kommunikation für viele Auftraggeber, darunter Lufthansa, das ZDF, Flughafen Frankfurt, Dresdner Bank, Westdeutsche Landesbank, Sparkasse, Raiffeisenbank, Bulthaup Küchen, Bayerische Rück, Durst Phototechnik, FSB,  Braun und die Bundeswehr.

Eine Kooperation mit:

Die Rotis von Otl Aicher

Für sein Schaffen benutzte Otl Aicher durch andere Typografen vorgelegte Schriften, so u. a. die Univers von Adrian Frutiger für die Olympischen Spiele in München. Erst gegen Ende seines Schaffens entwickelte er selbst eine erfolgreiche Schrift. Nach seinem Wohnort im Allgäu nannte er sie Rotis. Als Fließtext wird sie zwar nicht in jeder Hinsicht als optimal empfunden, aber bei Markenlogos hat sie bis heute Erfolg. Es ist eine Schriftsippe mit den Hauptschriftgruppen Grotesk (Sans Serif) Semi-Antiqua (Semi Serif) und Antiqua (Serif).

Bilder der Eröffnung