Von Provenienzforschung am Rande des Kolonialismus zu (trans)regionaler Museumsarbeit. Ein Zwischenabschluss.

26. Februar bis 1. März 2024

Das Lippische Landesmuseum Detmold plant ausgehend von seinem vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Provenienzforschungsprojekt „Am Rande des deutschen Kolonialismus? Die west- und ostafrikanischen Sammlungen des Lippischen Landesmuseums zwischen kolonialer Eroberung, Verwaltung, Missionierung und Erforschung“ vom 26. Februar bis 1. März 2024 eine mehrtägie Konferenz, die zum Abschluss des Projekts (2021-2024) Forscher:innen und Kulturträger:innen aus Kamerun, Togo und Deutschland zusammenbringt, um die Ergebnisse der Forschungen der letzten drei Jahre zu diskutieren.

Ausgehend von der Präsentation der Ergebnisse des Projekts, steht der Austausch zwischen Museumsfachleuten und Forschern zu Themen des Kolonialismus im Mittelpunkt, sowie die Frage, wie heute postkoloniale Erinnerungspunkte abseits der großen Metropolen auf Basis von aktuellen Forschungsergebnissen geschaffen werden können, welche Rolle Museen und andere Kulturstätten bei diesen gesellschaftlichen Prozessen spielen sollten, und welche transregionalen Ansätze fruchtbar gemacht werden können. Dabei soll auch diskutiert werden, welche Möglichkeiten Provenienzforschung und die Erschließung von Sammlungen in kleineren Museen Forscher:inen und Kulturträger:innen in Kamerun und Togo bieten können.

Die Konferenz wird über drei Tage intern mit den aus Kamerun und Togo angereisten Partner:innen durchgeführt und umfasst gemeinsame Ausstellungsbegehungen, Sichtung nichtausgestellter afrikanischer Sammlungen im Museum sowie der Museumsdokumentation, und kleine Gesprächsrunden. Dem folgt eine eintägige öffentliche Diskussion, zu der Wissenschaftler:innen, Museumsfachleute und Personen aus dem öffentlichen Leben eingeladen sind.

Öffentliche Diskussion

Donnerstag, 29. Februar, 10.00 bis 19.30 Uhr

10:00-10:15 Begrüßung

Jörg Düning-Gast

Michael Zelle

Jan Hüsgen

10:15-11:45 Ein missionarischer Diebstahl und die Rekontextualisierung religiöser Objekte aus Togo im Lippischen Landemuseum.

Amir Theilhaber (Detmold/Bielefeld)

Valentin Ahadji (Lomé)

Evans Ahiatroga (Agou-Koumaouw)

Moderation: Sebastian Sprute (Wilhelmshaven)

12:00-13:00 Mittagspause

13:00-14:30 Sammler? Einblicke in die verflochtene deutsch-kamerunische Geschichte zwischen Rechtssystem, Repräsentation und Beziehungen ausgehend vom lippischen Ehepaar Kirchhof.

Amir Theilhaber (Detmold/Bielefeld)

Henry Kam Kah (Buea)

Eugène Eloundou (Yaoundé)

Moderation: Caroline Authaler (Bielefeld)

14:30-15:00 Kaffeepause

15:00-16:30 Kamerunisches Kulturerbe in einem deutschen Regionalmuseum. Chancen und Herausforderungen für (Provenienz-)Forschung und Ausstellungspraktiken

Martin Nadarzinski (Detmold/Frankfurt)

Aurélien Mvesso (Yaoundé)

Fabiola Écot (Yaoundé)

Moderation: Mareike Späth (Hannover)

18:00-19:30 Abendveranstaltung

Koloniales Kulturerbe, Provenienzforschung, Restitution – deutsche Außen- und Kulturpolitik zwischen globalen Zusammenhängen, regionalen Bedeutungen und postmigrantischer Gesellschaft.

Stefan Rössel (Auswärtiges Amt)

Nadine Siegert (Goethe Institut)

Moderation: Amir Theilhaber

Eintritt frei. Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Eine Anmeldung wird empfohlen: 05231 99250 oder Mail

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