1914-1918 Krieg und Erinnerung

12. November 2013 – 2. März 2014

Zwischen 1914 und 1918 tobte in Europa die „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts, der Erste Weltkrieg. Anliegen der Ausstellung im Lippischen Landesmuseum ist es, knapp 100 Jahre nach Kriegsbeginn aufzuzeigen, wie in der Region mit dem Krieg umgegangen wurde und wie sich die Lipper an ihn erinnerten. In Feldpostbriefen verarbeiteten Soldaten die Erlebnisse an den Fronten im Westen und Osten. Später bewahrten Angehörige diese Briefe als Erinnerung auf. „Kriegsalben“ mit Fotos, Postkarten und anderen Schriftstücken dienten ehemaligen Soldaten zur Memorierung des Geschehenen. Rituale und Gegenstände von Gefallenen in der lippischen Heimat sollten den Angehörigen über den Verlust hinweghelfen, Denkmäler das Andenken der Toten bewahren. Wege und Objekte der Erinnerung zeigt die Ausstellung anhand der Lebensgeschichten von Menschen aus Lippe.

Vorträge:

Donnerstag, 20. Februar 2014, 19.30 Uhr
Ein feste Burg ist unser Gott- Kriegsdeutung und Reformationsjubiläum in Lippe 1914–1917

Der Lutherchoral „Ein feste Burg“ gilt als das Kirchenlied der Reformation schlechthin. Im Ersten Weltkrieg wurde der Liedtext als Metapher für das vermeintlich bedrohte Deutsche Reich verstanden. Auf diese Weise verband sich die Erinnerung an den Thesenanschlag Martin Luthers 1517 mit dem 1. Weltkrieg knapp vierhundert Jahre später. In diesem Impulsvortrag wird untersucht, wie dieses Jubiläum in Lippe gefeiert wurde. Es schließt sich ein Gang durch die Sonderausstellung „Krieg und Erinnerung“ an.
Vortrag: Dr. Lena Krull
Kosten. 3,00 €

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung „Krieg und Erinnerung“:

Sonntag, 23. Februar 2014, 15.00 Uhr
Sonntag, 2. März 2014, 15.00 Uhr
Sonntag, 2. März 2014, 16.00 Uhr
Kosten: 3,00 € Person zzgl. Museumseintritt