2017

Die LZ-Lesernacht

Eine Nacht im Museum – mit Musik, Theater und Literatur!

Gemeinsam mit dem Landestheater Detmold und der Lippischen Landes-Zeitung rollten wir gestern den roten Teppich aus. Kultur, Geschichte und allerbeste Unterhaltung. Ein toller Abend!

Hier geht es zur Fotostrecke!

LZ-Lesernacht

Das Video zur langen Nacht im Museum

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Jungsteinzeit rockte

Der letzte Tag der Ausstellung

Nach 240 Tagen endete die Archäologische Landesausstellung NRW – REVOLUTION jungSTEINZEIT

Für ein furioses Finale der Ausstellung sorgte die Band Flood´n Fire!

Kühl, klar und köstlich

Vortrag, Donnerstag, 23. Februar, 19.30 Uhr

Frühester Brunnenbau und die Wasserversorgung in der Jungsteinzeit

Ein weltweit bekannter Spezialist für steinzeitlichen Brunnenbau berichtet über die ältesten erhaltenen Architekturreste in Europa: Monumentale Brunnenanlagen mit aufwändiger Bauweise und ausgeklügelter Technik. Viel Aufwand für ein Stück Lebensqualität!
Vortrag von Jürgen Weiner M.A. (Pulheim)

Eintritt: 3 Euro

Karten sind im Museum erhältlich.

Voranmeldungen: 05231 99250 oder Mail

Erotisches und Amüsantes über Liebe und Ehefreuden

Donnerstag, 16. Februar 2017, 19.30 Uhr

Märchenabend für Erwachsene

In stimmungsvoller Atmosphäre nehmen Ursula Schlink de Company und Lothar Schröer die Besucher auf eine Märchenreise durch die Welt der Liebe mit. Erotisches und Amüsantes  begegnet den Zuhörern auf ihrer Reise von Norwegen über Italien, die Türkei und Syrien bis ins ferne Japan. Liebe und Ehefreuden finden sich in aller Welt.

Die musikalische Umrahmung wird vom Duo Cuerdas Mágicas - Bezaubernde Saiten gestaltet:

Graciela Medina (Argentinien);südamerikanische Harfe, Charango, Gitarre

Hannelore Wieland (Deutschland);Gitarre, Oktavgitarre

Für die Gaumenfreuden sorgt an diesem Abend ein orientalisches Büffet  

Kosten: 20,00 Euro (incl. Imbiss)

Mehr über: Cuerdas Mágicas - Bezaubernde Saiten

„Wie man sich bettet, so liegt man.“

Vortrag, Donnerstag, 9. Februar, 19.30 Uhr

Die Rekonstruktion eines römischen Bettes aus Haltern an der Lippe.
Aus über 1500 Fragmenten von geschnitzten Rinderknochen haben Restauratoren in Jahren langer, mühevoller Arbeit eine römische „Kline“ rekonstruiert. Schauen Sie selbst: Römische Dekadenz in Westfalen!
Vortrag von Sebastian Pechtold & Lina Pak (Restauratoren, Münster)

Eintritt: 3 Euro

Karten sind im Museum erhältlich.

Voranmeldungen: 05231 99250 oder Mail

Zwei Gräber, 700 Menschen in Erwitte-Schmerlecke, Kreis Soest. - Ein 5500 Jahre altes kriminalistisches Puzzle

Vortrag, Donnerstag, 26. Januar, 19.30 Uhr

Warum starben in Schmerlecke in der Jungsteinzeit 700 Menschen und wie wurden diese beerdigt? Eine außergewöhnliche Fundstelle wirft viele Fragen auf. Die Ausgrabungsleiterin Dr. Kerstin Schierhold liefert in ihrem spannendem Vortrag tiefe Einblicke in eine längst vergangene Welt.

Zwischen 2009 und 2013 fanden in Erwitte-Schmerlecke archäologische Ausgrabungen statt, die zwei 5500 Jahre alte Gräber aus der Jungsteinzeit zutage förderten. In den Gräbern fanden die Archäologen Skelettreste von mehreren hundert Männern, Frauen und Kindern, die im Lauf von mehreren Generationen dort bestattet worden waren. Vielerlei Arbeits- und Jagdgerät verrät einiges über das damalige Leben, ebenso wie die Untersuchungen der Skelettreste durch die Arbeitsgruppe Paläopathologie der Universitätsmedizin Göttingen. Erstmals können dadurch für die Zeit zwischen 3500 und 2800 v. Chr. Aussagen nicht nur zur Zusammensetzung der Bevölkerung, sondern vor allem zum Gesundheitszustand getroffen werden: viele Knochen erzählen vom harten Alltag und den Krankheiten, die die Schmerlecker zu ertragen hatten.

Die Archäologin Dr. Schierhold berichtet von der Grabung und der aufwendigen Puzzle-Arbeit, die notwendig ist, um möglichst viele Erkenntnisse über den jungsteinzeitlichen Grabbau und die damaligen Bestattungssitten zu gewinnen.

Vortrag von Dr. Kerstin Schierhold (Münster)

Eintritt: 3 Euro

Karten sind im Museum erhältlich.

Voranmeldungen: 05231 99250 oder Mail

Kinderwochenende Jungsteinzeit

21. und 22. Januar 2017

Das Kinderwochenende war ein riesen Erfolg. Ausgebuchte Erlebnisführungen, die Ausstellung im Dunkeln, Jungsteinzeit zum anfassen mit Sylvia & Heinz-Peter Crumbach und Thomas Benirschke mit seiner großartigen Zaubertöpferscheibe.

Kinderwochenende Jungsteinzeit! Die Bilder vom Samstag...

...und die Bilder vom Sonntag

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Vogeldinos & Dinovögel – Wie Dinosaurier zu Vögeln wurden

Vortrag, Donnerstag, 12. Januar, 19.30 Uhr

Was haben längst ausgestorbene Raubsaurier mit einem Rotkehlchen zu tun? Die verblüffende Antwort gibt der Vortrag von Dr. Tom Hübner.

Dinosaurier galten schon länger als mögliche Vorfahren der Vögel, aber bis vor etwa 20 Jahren galt nur der berühmte Urvogel Archaeopteryx als anerkanntes Bindeglied zwischen Reptilien und Vögeln. Nur wenige Experten konnten sich bis dahin vorstellen, dass große und gefährliche Raubdinosaurier, wie der westfälische Wiehenvenator, mit kleinen Federbällen wie dem Rotkelchen verwandt sein könnten. Doch ab dem Ende des 20. Jahrhunderts wurden vor allem in Ostasien immer mehr meist recht kleine Raubdinosaurier gefunden, die eindeutig Federn besaßen.

In seinem Vortrag  wird Dr. Hübner die Geschichte dieses Wandels der Dinosaurierforschung vorstellen. Der Sensationsfund des größten jemals in Deutschland gefundenen Raubdinosauriers, dem Wiehenvenator, bildet dann den Startpunkt für eine Bilderreise durch die Vielfalt der Raubdinosaurier, die im Laufe ihrer Evolution den heutigen Vögeln immer ähnlicher wurden.

Eintritt 3 Euro. Karten sind im Lippischen Landesmuseum Detmold erhältlich, Anmeldungen:

05231 99250 oder Mail

2016

1453 - Das Jahr in dem die Falkenburg brannte

Donnerstag, 8. Dezember 2016, 19.30 Uhr

Im Jahr 1453 brach auf der Falkenburg ein Brand aus. Auch wenn die Burg repariert und bis 1523 weiter genutzt wurde, scheint dieses Ereignis im Nachhinein doch das Aus der großen Anlage einzuläuten.

Auch sonst ist 1453 ein "Epochenjahr", nicht selten als Ende des Mittelalters benannt. Was aber passierte in diesem Jahr, in Europa und in Lippe? Und was hatte das eine mit dem andern zu tun? Was bedeutet überhapt ein Epochenwechsel?

Diesen Fragen will der Vortrag nachgehen und damit ganz allgemein das Verständnis für Wandel und Kontinuität in der Geschichte vertiefen.

Vortrag von Frank Huismann M.A. (Horn-Bad Meinberg)

Eintritt: 3,00 Euro

Da die Plätze begrenzt sind, wird um Voranmeldung gebeten.

Anmeldung: 05231 99250 oder Mail

Weihnachtlicher Liederabend

Sonntag, 4. Dezember 2016, 19 Uhr

Ingo Dickewied wurde am 17.12.1970 in Lemgo geboren. Nachdem er das Klavierspielen erlernte, entdeckte er seine Liebe zum Gesang. Der Schüler von Mechthild Böhme aus Detmold hatte in den Spielzeiten 05/06 und 06/07 ein Engagement am Landestheater Detmold. Der Bariton sieht jedoch seine Vorlieben im Kunstlied und Oratoriengesang. Er arbeitete bereits mit namhaften Kantoren zusammen. Mit seinem Pianisten Markus Gotthardt kann er ein breitgefächertes Repertoire nachweisen.

Liederabend mit:

Sabine Ritterbusch (Sopran)

Ingo Dickewied (Bariton)

Markus Gotthardt (Klavier)

Karten: 15 €, im Museum erhältlich

Multikultureller Schulalltag

Eintägiges Interkulturelles Training für Lehrkräfte und ErzieherInnen

Im Einwanderungsland Deutschland gehören multikulturelle Schulklassen längst zum Bildungsalltag. Kulturelle Vielfalt macht unser Leben bunter, aber sie erfordert auch bewusste Anstrengungen, das Miteinander verantwortungsvoll zu gestalten. Im interkulturellen Training geht es darum, die Bedeutung von Kulturunterschieden in der sozialen Interaktion zu reflektieren, die eigene interkulturelle Handlungskompetenz zu erweitern und auf der Basis von Verständnis und Respekt Spielregeln für das interkulturelle Lernen in der Schule zu entwickeln.

Das Training wird durch einen Kurzbesuch in der aktuellen Sonderausstellung REVOLUTION jungSTEINZEIT ergänzt, der aus archäologischer Sicht in das Thema Migration einführt... [Mehr...] 

Termine:

Freitag, 25.11.2016, 10 bis 18 Uhr (nur noch wenige Plätze frei!) oder

Samstag,  26.11.2016, 10 bis 18 Uhr

Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung: 05231 992519 oder Mail

Fachgruppe Archäologische Museen

Strategietreffen im Lippischen Landesmuseum

Die Fachgruppe Archäologische Museen des Deutschen Museumsbundes tagte am 23. November im Museum:

„Parasit Mensch?! Perspektiven zur Zukunft unseres Planeten“

Große öffentliche Podiumsdiskussion

Donnerstag, 17. November 2016, 19.30 Uhr

Ist der Mensch die Krone der Schöpfung oder Irrläufer der Evolution? Große, hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion in Kooperation mit der NRW-Stiftung Natur–Heimat–Kultur.

Es diskutieren Entscheidungsträger und international anerkannte Spezialisten aus den Bereichen Archäologie, Biologie, Journalismus und Theologie. Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen:

1. Welche Rolle spielt der Mensch auf der Erde?

2. Weltbevölkerung und Wirtschaft wachsen ständig. Ist dies ein System mit Zukunft und welche Alternativen existieren?

3. Der Mensch greift ständig und immer weiter in die Abläufe der Natur ein. Welche Konsequenzen sind damit verbunden, wenn er in diesem Maß auf seinen Lebensraum einwirkt?                  

Es Diskutieren:  

Dr. Tanja Busse (Journalistin und Philosophin)  

Prälat Dr. Martin Dutzmann (Bevollmächtigter der Evangelischen Kirche in Brüssel und Berlin)  

 Prof. Dr. Wolfang Schumacher (Biologe, Uni Bonn)  

Simon Matzerath (Museumsdirektor Historisches Museum Saar, Saarbrücken).

Die Runde wird moderiert von der WDR-Moderatorin Marija Bakker

Mehr zu dem Thema "Parasit Mensch!?"

Parasit Mensch?!

Die Podiumsdiskussion als Audio File

Die Podiumsdiskussion zum Download (Dauer 1:55 Min, Grösse: 137,68 MB, Host: Zippyshare) oder

bei YouTube zum Nachhören!

Der letzte Schrei: Wie Moden den Körper bestimmen

In ihrem Vortrag stellt Dr. Imke Tappe-Pollmann Zeitmoden und Körpergefühl der vergangenen Modeepochen vor.

Donnerstag, 10. November 2016, 19.30 Uhr

Schönheitsideale bestimmen zu allen Zeiten die Mode und sind hochsensible Indikatoren für gesellschaftliche Veränderungen und veränderte Mentalitäten. Wie schnell lächelt man über Kleidermoden, die einen noch vor kurzer Zeit in Entzücken versetzt haben. Die eine Zeit schwärmt für breite üppige Körperformen und Moden mit breiten Schulterkragen und bauschigen Ärmeln; die andere Zeit liebt schlanke Silhouetten mit schmaler Taille und langer Schleppe. Gemälde, historische Fotografien sowie alte und neue Kleider zeigen, wie Textilien unsere Körper künstlich formen.

Vortrag im Rahmen des Themenjahres der Museumsinitiative in OWL 

Eintritt: 3,00 Euro

Kartenreservierung: 05231 99250 oder Mail

Neuguinea! Die letzte „steinzeitliche“ Kultur auf unserem Planeten ist in Gefahr!

Einzigartige Einblicke in das Leben und die Wirtschaftsweise der Bergpapua

Donnerstag, 3. November 2016, 19.30 Uhr

Vortrag von Dr. Bernhard Robel (Bad Dürkheim)

Einzigartige Einblicke in das Leben der Bergpapua in Neuguinea. Ein exklusiver, reich bebilderter Erlebnisbericht von dem Biologen Dr. Bernhard Robel (Bad Dürkheim) zu einer geheimen Exkursion nach Papua (Südostasien) vor 30 Jahren mit Originalobjekten zur Anschauung. In West-Neuguinea durchfurchen tiefe Täler das fast 5000 m hohe Zentralgebirge. Hier leben die Bergpapua abgeschieden vom Rest der Welt. Die Verwendung von Pfeil und Bogen, Knochendolchen und Steinäxten bestimmt ihren Alltag. Sie gelten als Jäger und Sammler, betreiben aber auch einen angepassten Pflanzenbau. Ihre auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Lebensweise ist beeindruckend und lehrreich. Jedoch ist die im Grunde noch „steinzeitliche“ Kultur der Bergpapua bedroht. Bergbaufirmen zerstören ihren Lebensraum und westliche Konsumgüter erreichen in den letzten Jahren auch die abgeschiedenen Siedlungen.

Eintritt: 3,00 Euro

Kartenreservierung: 05231 99250 oder Mail

Wie die Bauern nach Ostwestfalen kamen

Landwirtschaft, Höfe und Bestattungen vor 7000 Jahren

Donnerstag, 27. Oktober 2016, 19.30 Uhr

Vortrag von Dr. Hans- Otto Pollmann (Bielefeld) 

Die Menschen vor 7000 Jahren waren die ersten, die Ackerbau und Viehzucht in Europa betrieben haben. Mit dieser für die Menschheit ganz neuen Lebensweise kommen nicht nur der Hausbau, Besitz und Eigentum auf, sondern vor allem, auch die ersten Nutztiere und Kulturpflanzen. Die jungsteinzeitlichen Bauern brachten diese aus dem Vorderen Orient, aus einem Dreieck zwischen Israel, der Südosttürkei und dem Iran mit. Nachdem der Mensch 2,5 Millionen Jahre, also 99,9 % seine Geschichte, als Jäger und Sammler durch die Landschaft zog und wechselnde Lagerplätze aufsuchte, begann der große Umbruch hin zu einem Leben als sesshaften Bauern. Dr. Pollmann zeichnet ein detailliertes Bild von der Lebensweise der Menschen in der Jungsteinzeit.

Abenteuer Jungsteinzeit in den Herbstferien

Workshops für Kinder und Jugendliche

Dienstag bis Mittwoch, 18. bis 19. Oktober 2016, 10.00 bis 12.30 Uhr

Abenteuer Jungsteinzeit

Wie das Leben der Menschen sich veränderte. Ackerbau und Viehzucht, geregelte Wasserversorgung, Häuser... Der Themenschwerpunkt sind Kleidung und Mode. Schmuck nach steinzeitlichen Vorbildern wird selbst gemacht.

Workshop für Schulkinder mit Barbara Gutt

Kosten: 24,00 Euro/Person (incl. Material)

Donnerstag bis Freitag, 20. und 21. Oktober 2016, 10.00 bis 12.30 Uhr

Kleidung und Mode in der Steinzeit

Die Kinder besuchen die aktuelle, große Sonderausstellung „Revolution Jungsteinzeit“ im Museum und ergründen die Anfänge von Mode, Schmuck und Multifunktionskleidung vor mehr als 7000 Jahren. Im Rahmen der Veranstaltung wird die Technik des Filzens vermittelt und selbst Schmuck hergestellt. Dabei wird Steinzeitkleidung selbst anprobiert.

Workshop für Schulkinder mit Barbara Gutt

Kosten: 30,00 €/Person (incl. Material)

Da die Plätze in den Workshops begrenzt sind wird um Voranmeldung gebeten:

Anmeldung: 05231 99250 oder Mail

Vortrag: „Die Welt schaut auf Westfalen"

Spektakuläre Ausgrabungen in der Blätterhöhle bei Hagen werfen ein neues Licht auf die Steinzeit

Donnerstag, 13. Oktober 2016, 19.30 Uhr

Vortrag von PD Dr. Jörg Orschiedt (Berlin)

In der Blätterhöhle am Sauerlandrand wird seit 2004 Forschungsgeschichte geschrieben: International bedeutende Ausgrabungsergebnisse revolutionieren Teile der Steinzeitforschung. Im Mittelpunkt steht dabei die junge Dame, die vor 5600 Jahren in der Blätterhöhle begraben wurde. Ihr Schädel wird zurzeit in Detmold in der Landesausstellung zusammen mit einer realitätsnahen Rekonstruktion ihres Gesichtes präsentiert. 

Comic & Poetry Slam Workshop

Abschlussveranstaltung!

Der Hoffnungsvolle Poetry-Slam Nachwuchs stellte sich am Sonntag, dem 2. Oktober 2016,vor! Präsentiert werden auch die Comics, die in den Workshops entstanden sind. Die Veranstaltung wurde von der Lippischen Museumsgesellschaft e.V. finanziell unterstützt.

Der „Ötzi-Walk“

Bebilderte Lesung zum großen Steinzeit-Experiment

Donnerstag, 22. September 2016, 19.30 Uhr

Der Archäologe und Kölner Stadtführer Marco Hocke (Bad Münstereifel) erzählte lebendig und witzig die Geschichte der drei Wanderer, die 2015 in zwei Wochen 350 km mit steinzeitlicher Ausrüstung durch NRW gelaufen sind. Sie haben unter freiem Himmel geschlafen, heftige Regenstürze erlebt und sind an die Grenze ihrer Belastbarkeit gekommen. Vor allem hat sich gezeigt: Den steinzeitlichen Menschen mit seinem Naturverständnis und seinem perfektionierten Knowhow kann man heute nicht imitieren oder kopieren. Dennoch hat das Experiment einen enormen Beitrag zu unserem Verständnis von der Steinzeit geliefert und nicht zuletzt auch einen großen Medienrummel hervorgerufen.

Überfluss und Gesundheitswahn – gibt es noch Orientierung für eine richtige Ernährung?

Samstag, 10. September 2016

Was ist gut, was ist schlecht und spielt es überhaupt eine Rolle, sich Gedanken um die Ernährung zu machen? 

Öffentliche Podiumsdiskussion, in Kooperation mit der VHS Detmold-Lemgo, mit:

Dr. Kristina Langnäse

Diplom-Ökotrophologin aus Detmold mit eigener Praxis. Lehrbeauftragte an der Hochschule Ostwestfalen

Reinhard Raffenberg

Ökotrophologe und Geschäftsführer der Vera Veggie Systemkonzepte UG, Detmold

Günter Puzberg

Vorstandsvorsitzender von Lippequalität e.V., einer Gemeinschaft lippischer Betriebe, die regionale

Produkte mit besonderen Qualitätsmerkmalen herstellen & verarbeiten.

Karl Banghard

Leiter des Archäologischen Freilichtmuseums Oerlinghausen

Moderation:

Frank Schröder

Radio Lippe

Die Aufzeichnung der Podiumsdiskussion

zum Download

Hier finden Sie die Aufzeichnung in 7 zip Ordnern im mp3 FormatJeder Ordner ist etwa 12 MB groß.

Teil 1  Teil 2   Teil 3   Teil 4   Teil 5   Teil 6   Teil 7

Das war die Ernährungsbörse für Groß und Klein

Das Event rund um Essen, Bewegung und Kultur

Der Thementag war eine Kooperation mit der VHS Detmold-Lemgo

Danke an alle Teilnehmer, die diese Veranstaltung so toll unterstützt haben:

Archäologisches Freilichtmuseum Oerlinghausen, Bad Meinberger, Biohof Meiwes, Bioland Bäckerei Naturkraft, Brauerei Strate, Food Assembly, Hofapotheke Detmold, Lippe Qualität e.V., Lippische Landeszeitung, Radio Lippe, VEGETARIERBUND DEUTSCHLAND e.V. / Regionalgruppe Detmold, Vera Veggie, Wilde Früchte

Der Tag rund um die Ernährung am 10. September 2016
Die Kollegen aus dem Archäologischem Freilichtmuseum Oerlinghausen waren auch zu Gast
Sie bereiteten einen Grubenbraten wie in der Steinzeit zu
Das Ergebnis nach drei Stunden in der Grube konnte sich sehen lassen!
Der Steinzeit Ofen an der Ameide wurde aktiviert!
Birkensaft! Ein Getränk das es schon in der Jungsteinzeit gab, zur Probe.
Vieles zum probieren vor und im Museum. Für Erfrischungsgetränke sorgte Bad Meinberger!
Die Bierspezialitäten der Brauerei Strate gab es natürlich auch. Bier gibt es schließlich schon seit der Jungsteinzeit.

Das Familienwochenende

Bilder vom Samstag

Die ersten Bauern erreichen Detmold!

Bilder vom Rundgang mit den Schafen

Sommerferien 2016

Workshops im Museum

Die Angebote für Schulkinder in den Sommerferien finden Sie hier

LZ öffnet Türen:

Exklusiver Einblick in die Ausstellung REVOLUTION jungSTEINZEIT

Bericht von Radio Lippe

Zur Archäologischen Landesausstellung NRW - REVOLUTION jungSTEINZEIT

Frühjahrsaktion!

Für angehende Schulanfänger aus den Kindertagesstätten, sowie Grundschüler aus Lippe

Tiere im Museum! Kostenloses museumspädagogisches Programm bis zu den Sommerferien. Die Kosten für Eintritt und Führung werden von der Lippischen Museumsgesellschaft e.V. übernommen.  [mehr]

Anmeldung und Information: 05231 99250 oder Mail

Das war der Internationale Museumstag 2016

Sonntag, 22. Mai 2016

Die Familienführungen gaben schon einen Ausblick auf die kommende Ausstellung. 

 

Diesmal waren wir auch im Archäologischem Freilichtmuseum Oerlinghausen zu Gast

 

Das Weimarer Jazz Trio - Bernhard Auge sorgte für beste Stimmung. Ermöglicht wurde dieses tolle Konzert von der Lippischen Museumsgesellschaft e.V. .

Muttertag Special - Eine Reise durch die Modegeschichte

Sonntag, 8. Mai 2016, 15 Uhr

Eine ganz besondere Führung zum Muttertag mit Anprobe & kleiner Überraschung, nicht nur für Mütter.  Diese Reise durch die Modegeschichte gewährt auch einen Blick hinter die Kulissen der Sammlung.

Kosten: 3 Euro zzgl. Museumseintritt

Da die Plätze begrenzt sind, wird um Voranmeldung gebeten:

05231 99250 oder Mail

Hermänner im Museumsgraben

Neue Installation von Hans Kordes

Der Hermann, den man von fasst jedem Ort des Landes entdecken kann. Das Symbol des Lipperlandes. Es ist nur der Umriss, der Schatten den man aus der Ferne sieht. Doch ist er immer und zu jeder Zeit da..

Hans Kordes
Hermänner im Museumsgraben

Amerika! Drei Lebenserinnerungen.

Lesereihe mit Frank Meier

Amerika! Das Einwanderungsland schlechthin. Seit über zweihundert Jahren kommen Einwanderer ins Land. Die boomende Wirtschaft des Landes lockte im 19. Jahrhundert hunderttausende Menschen über den Atlantik. Der „amerikanische Traum“ verhieß Freiheit, Glück und Wohlstand. Das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ hatte aber auch seine dunklen Seiten. Viele entkamen nicht der sozialen Not, lebten weiterhin in bitterer Armut.  Und: die Einwanderung Amerikas ging noch bis in das 19. Jahrhundert mit einer Massenversklavung von Afrikanern einher.

Frank Meier stellt in drei Lesungen Außenseiter vor. Er liest vor, kommentiert die Texte kurz und prägnant und ergänzt sie um Bildmaterial. Es entsteht ein ernüchterndes Bild des „amerikanischen Traums“.

Donnerstag, 28. Januar 2016, 19.30 Uhr

Teil 1. Charles Spencer Chaplin - Die Geschichte meines Lebens

„Ich liebe dieses Land “, sagte der Brite Charles Chaplin (1889 – 1977) über die USA. Als Kind einer durch Krankheit verarmten Schauspielerin lebte er unter anderem in einem Londoner Armenhaus. In den USA wurde er zum Weltstar, aber das Verhältnis zu dem Land war zwiespältig. Obiges Zitat stammt bezeichnenderweise aus einem Verhör aus den 1950ern. Das Buch zeigt den Chaplin jenseits der Leinwand. 

Donnerstag, 18.Februar 2016, 19.30 Uhr

Teil 2. Harriet Ann Jacobs - Die Geschichte meiner Befreiung

Harriet Ann Jacobs (1813 – 1897) wurde in die Sklaverei geboren. Als junge Frau lief sie davon, versteckte sich lange auf einem Dachboden, bis sie den Weg in die Nordstaaten wagte. Auch dort genoss sie keine Sicherheit, denn zeitweilig wurden entlaufene Sklaven ausgeliefert. Jacobs Erinnerungen beschreiben die Sklaverei und den von Farbigen und Weißen gemeinsam geführten Kampf dagegen.  

Donnerstag, 17.März 2016, 19.30 Uhr

Teil 3. Jack London - Abenteurer des Schienenstrangs

Der amerikanische Schriftsteller Jack London (1876 – 1916) war ein belesener Vagabund. 1907 veröffentlichte er eine autobiographische Erzählung über seine Zeit unter den Hobos, den Wanderarbeitern, die die Weite der USA durchmaßen, indem sie heimlich auf fahrende Güterzüge aufsprangen. stets in Gefahr "runtergeschmissen" zu werden. London beschreibt schonungslos die Realität der Landstreicher in den Staaten.

Der in San Francisco geborene London bekannte sich als erfolgreicher Schriftsteller, geprägt durch harte Erfahrungen, häufig zu den unteren Schichten der Gesellschaft. 

Eintritt: 5,00 Euro

Da die Plätze begrenzt sind wird um Voranmeldung gebeten:

05231 99250 oder Mail

Charles Spencer Chaplin
Harriet Ann Jacobs
Jack London

Falkenburger Geschichten

Neues Heft aus dem Scriptorium Verlag für 6,90 €

Falkenburger Geschichten von Frank Huismann, mit Fotos von Jörg-Uwe Korth, ist ab sofort im Museumsshop erhältlich!

Aus der Reihe „Museum Global“: Wenn die Liebe nicht wär…

Liebesmärchen für Erwachsene , am Donnerstag, dem 25. Februar 2016, um 19.00 Uhr

Mit Märchen voller Liebe und Leidenschaft entführen Ursula Schlink de Company und Lothar Schröer die Zuhörer in eine geheimnisvolle, aufregende Welt. Das Märchen von der „Blauen Rose“ aus China, die spanische Geschichte „Die schwarze Ziege“ und das Märchen der amerikanischen Autorin Clarissa Pinkola Estés „Die Skelettfrau“ stehen unter anderem auf dem Programm dieses Abends. Auch die Brüder Grimm sind vertreten: „Jorinde und Joringe“, eine Liebesgeschichte in der das Liebespaar mit Turteltauben verglichen wird, gemäß der Redensart verliebt wie die Turteltauben…

Für die musikalische Umrahmung sorgt Lydie Römisch an der Harfe.

Ein exotisches Büffet sorgt für Gaumenfreuden.  

Einführung: Dr. Imke Tappe-Pollmann, Referentin für Landes- und Kulturgeschichte

Kosten: 20,00 Euro (incl. Imbiss)

Karten sind im Lippischen Landesmuseum erhältlich!

Da die Plätze begrenzt sind, wird um Voranmeldung gebeten 05231 9925 0 oder Mail

Matinee des Landestheaters Detmold: "In einem dichten Birkenwald, Nebel"

10. Januar, 11.30 Uhr, Lippisches Landesmuseum

Am 15. Januar wird Henriette Dushes Bühnenelegie "In einem dichten Birkenwald, Nebel" in einer Inszenierung von Malte Kreutzfeldt uraufgeführt (Beginn: 19:30 Uhr, Detmolder Sommertheater): Drei Frauen und drei Männer treffen in einem Wäldchen aufeinander. Sie alle haben ihr altes, gewohntes Leben hinter sich gelassen und stellen in einem Moment des Zweifelns den Sinn des eigenen Daseins auf den Prüfstand.

Am Sonntag, dem 10. Januar, findet um 11:30 Uhr im Lippischen Landesmuseum eine Einführungsmatinee zum Stück statt, das 2014 mit dem Christian-Dietrich-Grabbe-Preis ausgezeichnet wurde. 

2015

Das Museum wurde zur Bühne...

Die LZ Lesernacht

Der ganz besondere Abend im Museum war war ein voller Erfolg. Die Koproduktion des Landestheaters Detmold, der Lippischen Landeszeitung und des Lippischen Landesmuseums verwandelte die Sammlungen in eine Bühne und bot den Besuchern ein völlig neues Erlebnis.

Tubaklänge aus dem Grubenhaus und ein Pinguin in der aussereuropäischen Tierwelt waren nur zwei Stationen. Robert Oschmann versetzte für einen Augenblick  Goethes „Leiden des jungen Werther“ in die heimischen Tierwelt,  Lukas Schrenk und Adrian Thomser belebten das Renaissance-Zimmer mit einer Szene aus „Windsturmreiter“. Stephan Clemens beschäftige sich sehr intensiv mit „Alten Meistern“. Den Thomas-Bernhard-Text interpretierte er vor den großflächigen Gemälden der Mythos- Ausstellung. Begleitet wurden die Besucher von den charmanten Führungskräften des Museums, die so einges über die Sammlungen erzählten, und vor allem auf die ganz besonderen Exponate hinwiesen.

Hier geht es zur Fotostrecke der LZ-Lesernacht

LZ Lesernacht - © Bernhard Preuss

Begleitet wurden die Besucher von den charmanten Führungskräften des Museums, die so einges über die Sammlungen erzählten, und vor allem auf die ganz besonderen Exponate hinwiesen.

LZ Lesernacht - © Bernhard Preuss

"Der Berliner Skulpturenfund. ´Entartete Kunst` im Bombenschutt"

Die Sonderausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte; Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz, war bis zum 29. November 2015 zu sehen [mehr...]

LZ-Lesernacht bietet einmaliges Erlebnis im Landesmuseum

Schauspieler und Sänger des Landestheaters erwecken Ausstellungen zum Leben

Lust auf eine exklusive Lesernacht im Museum – mit Führung, Schauspiel und Musik?

Die Lippische Landes-Zeitung (LZ), das Landesmuseum und Landestheater bieten dazu am Freitag, 30. Oktober, von 19 bis 22 Uhr die einmalige Gelegenheit mit Sektempfang und rotem Teppich. Die drei Partner mit dem „Land“ im Namen ermöglichen 110 Lesern ein exklusives Kulturerlebnis in den Räumlichkeiten des Landesmuseums. Die Teilnehmer können sich auf einen spannenden, interessanten und einmaligen Kulturabend samt Lesung, Führung, Musik und Schauspiel freuen.

Sie wollen bei der Lesernacht teilnehmen? Gewinnen Sie einen der 110 Plätze. Mit einem Klick hierhin geht's zum Formular.

Zeitzeugen brechen ihr Schweigen

Interviewprojekt der Fachstelle Volkskunde im Lippischen Heimatbund

Angst und Verlust, Flucht und Vertreibung prägen die Generationen, die den Zweiten Weltkrieg erlebt haben. Wie erfuhren die Menschen in Lippe vom Kriegsende? Wo fanden die Flüchtlinge Wohnraum? Wie funktionierte das Zusammenleben von Flüchtlingen und Einheimischen? Solche und andere Situationen können Menschen beschreiben, die diese Zeit miterlebt haben. Erinnerungen ermöglichen es, Spuren und Momente des Vergangenen in der Gegenwart aufzuspüren.

Die Leiterin der Fachstelle Volkskunde des Lippischen Heimatbundes, Dr. Imke Tappe-Pollmann, stellt ihr Projekt vor, das aus vielen Interviews und schriftlichen Lebenserinnerungen ein Zeitbild einer „vergessenen Generation“ entstehen lässt.  

Der Vortrag findet am 3. November um 19.30 Uhr im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Nachkriegszeit: Der lange Schatten des Zweiten Weltkriegs“ statt, einer Kooperation von VHS, Stadtarchiv und Stadtbücherei.

Der Eintritt ist kostenlos.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe sind u.a. in der Bürgerberatung, der Tourist-Info und der Stadtbücherei erhältlich oder unter VHS-Detmold-Lemgo und Stadt Detmold.

Kriegsversehrte am Rande der Andreasmesse um 1950

„Ötzi-Walk“ - Sie haben es geschafft

Das Reiseexperiment zur Archäologischen Landesausstellung NRW „REVOLUTIONjungSTEINZEIT“ begann mit einem Steinzeitfrühstück

Die Archäologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen ist ab September 2015 im LVR-LandesMuseum Bonn, ab Juli 2016 im Lippischen Landesmuseum Detmold, und anschließend im LWL-Archäologiemuseum Herne zu sehen. 

Am Sonntag, dem 16. August 2015 startete das Projekt „Ötzi-Walk“. Der „Ötzi-Walk“ ist ein Reiseexperiment quer durch NRW.  Die Biologin und Fotografin Veronika Hocke, Marco Hocke, Archäologe und Landschaftsführer, sowie der Sportwissenschaftler und Pädagoge Lukas Heinen, wandern in steinzeitlicher Kleidung und mit entsprechender Ausrüstung von Detmold über Herne nach Bonn – den drei Ausstellungsorten.

Der Start am Lippischen Landesmuseum Detmold begann mit einem gemeinsamen Steinzeitfrühstück. Nicht nur die Ernährung in der Steinzeit stand auf dem Programm. Bei dem kostenlosen Frühstück konnten sich Interessierte über die Ausrüstung der Reisegruppe und die spannende Alltagswelt der ersten Ackerbauern und Viehzüchter informieren. 

Die erste kurze Etappe führte das Team zum Wahrzeichen der Region: dem Hermannsdenkmal. Trotz des unfreundlichen Wetters begleiteten etwa 40 Wanderer die Gruppe auf diesem Teilstück.

Mehr Bilder der ersten Etappe gibt es hier!

Die Reise dauerte 14 Tage. In dieser Zeit hat sich die Reisegruppe weitestgehend aus der Natur ernähren und im Wald übernachtet. Es war ein Test zur Funktionalität und Belastbarkeit archäologisch belegter Kleidungsstücke und Werkzeuge.

Berichte von der Reise gibt es im Blog.

 

 

Das Team: Marco Hocke: Archäologe, Natur- und Landschaftsführer; Lukas Heinen: Sportwissenschaftler und Pädagoge, Naturmensch; Veronika Hocke: Biologin, Fotografin
Gemeinsames Steinzeitfrühstück vor dem Start der Reise
Antonius Grothe, 2. stellv. Verbandsvorsteher des Landesverbandes Lippe, Museumsdirektor Dr. Michael Zelle und der Landrat des Kreises Lippe Friedel Heuwinkel wünschen dem Team eine gute Reise
Ankunft am Hermannsdenkmal.
„1933“ von Hermann Fechenbach. Der Grafiker war ein Cousin Felix Fechenbachs und überlebte das Dritte Reich in England.
Frank Meier liest im Landesmuseum

Verachtet! Fechenbach. Toller. Mühsam.

Lesereihe verfemter Autoren im Lippischen Landesmuseum Detmold

Eine kleine Lesereihe im frühen Herbst präsentiert im Rahmen der Sonderausstellung „Der Berliner Skulpturenfund. ´Entartete Kunst` im Bombenschutt" (Ausstellungseröffnung am 06. September 2015) im Lippischen Landesmuseum Detmold  drei im Dritten Reich verfemte Autoren: Felix Fechenbach, Ernst Toller und Erich Mühsam.

Was die drei Autoren verbindet

Nicht nur die Verachtung nach 1933 verbindet Fechenbach, Toller und Mühsam. Es handelt sich um drei Autoren, deren Lebenswege sich bereits zuvor kreuzten. Alle drei waren an der Novemberrevolution 1918 in München beteiligt, alle drei verbrachten bis in das Jahr 1924 einige Zeit als politische Häftlinge in süddeutschen Zuchthäusern.  

Bei aller Verschiedenheit, gar Gegensätzlichkeit, weisen ihre Schicksale eine Gemeinsamkeit auf: „Verachtet!“ wurden diese drei Autoren schon Jahre vor dem Machtantritt Hitlers. Antidemokraten und die politische Rechte verachteten Fechenbach, Toller und Mühsam als Novemberrevolutionäre, als Pazifisten, als antiautoritäre Geister, als Juden. Alle drei traten dieser Verachtung entschlossen entgegen. Die Lesereihe „Verachtet!“ möchte an sie erinnern.

Teil 1: Felix Fechenbach

Ab 1929 kämpfte der Journalist Felix Fechenbach in Detmold gegen die erstarkende NSDAP; im Sommer 1933 wurde er im Kleinenberger Wald zwischen Paderborn und Warburg von lippischen SA- und SS-Männern erschossen. Sein Werk umfasst atmosphärisch dichte, kritische Sozialreportagen über die Gassen und Gossen Berlins in den 1920ern, Fabeln, Satiren und autobiographische Schriften. Heinrich Mann nannte ihn, der so entschieden stritt, „eine sanfte Seele“; Carl von Ossietzky schrieb, Fechenbach sei „ein Sozialist aus Humanität, ein milder und vielleicht etwas knabenhafter Mensch“ gewesen. Oskar Maria Graf, Kurt Tucholsky und weitere nach 1933 verbotene Autoren äußerten sich ebenfalls über Fechenbach, dessen Werk und Leben in dieser Lesung vorgestellt werden.

Teil 2: Ernst Toller

Ernst Tollers Lebenserinnerungen „Eine Jugend in Deutschland“ sind berührend. Sie zeichnen episodenhaft, einfühlsam und jeder Person mit Verständnis begegnend nach, wie er freiwillig in den Ersten Weltkrieg zog und sich zum Pazifisten und Sozialisten entwickelte. Toller publizierte die Schrift im Jahre 1933, bereits im Exil und datierte das Vorwort mit dem Hinweis „am Tag der Verbrennung meiner Bücher in Deutschland“. Er schrieb einen offenen Brief an Goebbels, um gegen die Bücherverbrennung zu protestieren, engagierte sich in mehreren Exilgruppen, verzweifelte zuletzt und erhängte sich 1939 in einem New Yorker Hotelzimmer. Außer „Eine Jugend in Deutschland“ werden auch Gedichte aus seinem „Schwalbenbuch“ und anderes vorgetragen.

Teil 3: Erich Mühsam

„Ich hab`s mein Lebtag nicht gelernt, mich fremdem Zwang zu fügen.“, beginnt ein Gedicht des Anarchisten und Pazifisten Erich Mühsam, und jede Strophe des Gedichtes endet mit der Zeile: „Sich fügen heißt lügen.“ Mühsam schrieb derlei nicht nur, es entsprach seiner Lebensgestaltung. Im Februar 1933 wurde er verhaftet. Monatelang wurde er körperlich und seelisch misshandelt. Als man ihn zwingen wollte, Mithäftlingen Ohrfeigen zu geben, fügte er sich wieder nicht, woraufhin seine Folterknechte ihn zusammenschlugen und ihm in den Mund spuckten. Nach einer langen Folge solcher Qualen wurde Erich Mühsam im Juli 1934 im KZ ermordet. Die Lesung greift auf Lyrik, Prosa, Tagebucheinträge und eine Publikation der Ehefrau Zenzl Mühsam zurück, um einem empörten, und doch sensiblen, ironischen, durchaus religiösen Menschenfreund nachzuspüren.

Frank Meier

Der Autor realisiert die Lesereihe im Lippischen Landesmuseum Detmold. In Nummer 15 der Internet-Publikation „Rosenland. Zeitschrift für lippische Geschichte“ hat Frank Meier eine szenische Textcollage zum Leben Fechenbachs veröffentlicht. Ebendort finden sich auch aktuelle Beiträge von Andreas Ruppert, Jürgen Hartmann und anderen über Felix Fechenbach.

Siehe: Rosenland - Zeitschrift für lippische Geschichte, September 2013

Von Klassik bis Pop & Rock

Sonntag, 20. September 2015, 16.00 Uhr

Die Detmolder Musikschule Arancibia lädt auf eine abwechslungsreiche musikalische Reise ein.

Das Ensemble stellt sein vielschichtiges Musikalisches Können dem Publikum vor. Die Musiker unterhalten mit Musik von Bach, Händel, Tchaikovsky, über Latino- Sounds, bis hin zu Police und John Lennon. Eine Reise von Klassik bis Pop & Rock.   Das Team der Musikschule sind größtenteils ehemalige Studenten der Hochschule für Musik aus Detmold. Die Musiker kommen aus unterschiedlichen Ländern und setzen damit auch ein Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit der Stadt Detmold.

Nicht nur musikalisch werden die Besucher am Sonntag unterhalten. So wird Florian Zander in der Pause Kinder, aber auch Erwachsene, „verzaubern“. Der Zauberer aus Bielefeld setzt für einen kurzen Augenblick alltägliche Naturgesetze außer Kraft.  

Das Konzert ist eine Benefiz Veranstaltung. Der gesamte Erlös kommt der Restaurierung des Gemäldes „Elisabeth von Waldeck (1612-1649); Gemahlin von Graf Simon Ludwig zur Lippe“ zugute.

Karten sind im Vorverkauf im Lippischen Landesmuseum an der Ameide 4 erhältlich.

Tickets

Vorverkauf: 8,00 € 

Tageskasse: 12,00 €

Reservierung: 05231 9925 0 oder Mail 

Weimarer Jazz Trio Bernhard Auge

Das Weimarer Jazz Trio Bernhard Auge sorgt für beste Unterhaltung am Sonntag, dem 17. Mai 2015, von 14.00 bis 17.00 Uhr.

Mit freundlicher Unterstützung der Lippischen Museumsgesellschaft e.V. tritt das Weimarer Jazz Trio Bernhard Auge Live am Internationalen Museumstag 2015 auf.

 

Piano: Bernhard Auge

Das Weimarer Jazz Trio mit Bernhard Auge hat seine Wurzeln in der Klassikerstadt Weimar. Er gründete das Trio Mitte der 1960-er Jahre, mit nachhaltigem Erfolg. 

Bis 1976 gab es zahlreiche Engagements, inkl. Fernsehen, im Land Thüringen. 1977 begann seine neue Ära in Ostwestfalen.  Seit dem leitet Bernhard Auge, selbst am Piano sitzend, das in Bielefeld beheimatete, immer bestens auftretende und agierende Ensemble.

 

Bass: Rolf Dieter Mayer

Den Part am Kontrabass füllt Rolf Dieter Mayer aus. Der ausgezeichnete Bassist spielt unter anderem in der schweizerischen Big Band Pepe Lienhard und kann mit Fug und Recht als Urgestein dieses herrlichen Instruments bezeichnet werden.

 

Drums: Benny Mokross

Der gefragte Allround-Sidemann bringt beste Erfahrungen aus über 2000 Konzerten sowie zahlreichen LP- und CD-Produktionen mit. Nicht umsonst zeichnet er auch als Dozent an der Glen-Buschmann-Jazzakademie für sein Herzensfach Drumset verantwortlich.

 

Die Musiker haben in der aktuellen Besetzung viele legendäre, auch internationale Jazz-Konzerte bestritten. Aktivitäten in Funk und Fernsehen sind für die drei Vollblut-Musiker ebenso keine Unbekannten mehr.

Lassen Sie sich entführen, tauchen Sie ein in die faszinierende Welt des Jazz und genießen Sie eine Musik, die Ohren und Seele gleichermaßen berührt!

 

Der Eintritt am Internationalen Museumstag 2015 ist frei!

Internationaler Museumstag 2015

Vielfältiges Programm lockt viele Besucher ins Museum

“Museum. Gesellschaft. Zukunft“ lautete das Motto des Internationalen Museumstags 2015. Freier Eintritt, verschiedene Aktionen und musikalische Unterhaltung sorgten für einen guten Besuch im Lippischen Landesmuseum.

Die integrative Führung mit Melanie Delker Hornemann und der Gebärdendolmetscherin Lena Mönicke war ein voller Erfolg. Eine Idee die weitergeführt wird. Mit Unterstützung der Lippischen Museumsgesellschaft werden weitere integrative Führungen stattfinden.

Mark Schäferjohann, der Zeichner des Bekannten “Hermännchen” ließ sich bei seiner Arbeit auf die Finger schauen, und Zeichnete die großen und kleinen Besucher.

Das Weimarer Jazz Trio – Bernhard Auge aus Bielefeld unterhielt mit seinem Jazz Standards die Besucherinnen und Besucher.

Viele Kinder und Jugendliche zeigten bei den Aktionen ihre Kreativität.

 

 

Wawa Pampay: Wenn ein Kind in den Anden stirbt.

FotodokumentationIm im Rahmen der Ausstellung „Leben und Tod im Alten Peru“

Obwohl die meisten Peruaner heute katholisch sind, halten sie an manchen Ritualen und Gebräuchen der alten, andinen Gesellschaften fest. Für die Eltern ist es durch diese alte Tradition leichter den Schmerz des Verlustes zu ertragen. Der Glaube daran, dass das Leben eines Menschen mit dem Tod nicht einfach endet, tröstet sie. Die Menschen glauben, dass sich das Kind auf dem Weg zum Friedhof, sitzend auf einem Stuhlaltar, getragen von seinem Paten, von seiner Familie und allen Menschen des Dorfes verabschiedet. Dieser Brauch wird nur noch in den andinen Regionen Perus praktiziert. Dem peruanischen Fotografen Fredy Huamán Mallqui ist es gelungen, mit Einverständnis der Angehörigen und der Dorfgemeinschaft, einen solch seltenen Brauch zu Dokumentieren. Seine Fotodokumentation zeigt ein Kinderbegräbnis im Dorf San Miguel de Motoy. Der Ort liegt im überwiegend von Quechua-Indianern bewohnten Distrikt Chiara in Peru. Fredy Huamán Mallqui wurde in Ayacucho, Peru geboren. Er studierte Bildende Kunst und arbeitete für das peruanische Ministerium für Kultur. Seit 2012 lebt und arbeitet er als freier Fotograf und Restaurator für Holzobjekte in den USA.

Topografien – Jenseits der Leipziger Schule

Sonderausstellung

Der Leipziger Künstler Gerhard Wichler, aus der Textil-Stadt Chemnitz stammend, hat in Leipzig an der renommierten Hochschule für Graphik und Buchkunst studiert und sich neben der dort vorherrschenden Strömung gegenständlicher Malerei der abstrakten Malerei zugewandt und dort seine künstlerische Nische gefunden. Akribisch ausgeführte und dem Detail verpflichtete Werke mit einer faszinierenden Gesamtwirkung sind entstanden und ziehen hoffentlich auch zahlreiche Besucher dieser Ausstellung in Detmold in seinen Bann  [mehr...]

Denkmal des Monats - März 2015

Ostwestfalen Lippe

Die Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne in NRW wählte das Lippische Landesmuseum Detmold zum Denkmal des Monats März 2015

Erotische Märchen für Erwachsene

Von Liebe, Lust und Leidenschaft

Donnerstag, 26. Februar 2015, 19.00 Uhr

Aus der Reihe „Museum Global“ Märchen aus aller Welt voller Liebe und Leidenschaft entführen die Zuhörer in eine geheimnisvolle fremde Welt. Sie erzählen vom Paradies der Sinnenfreude  und Lust, aber auch von Untreue, Betrug und Gewalt. Mit musikalischer Umrahmung. Für die Gaumenfreuden sorgt ein exotisches Büffet. 

Erzählerin:  Ursula Schlink de Company und Lothar Schröer

Einführung: Dr. Imke Tappe-Pollmann, Referentin für Landes- und Kulturgeschichte 

Kosten: 20,00  € incl. Imbiss 

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um Voranmeldung bis zum 22. Februar gebeten.

Tiere, Texte, Tropenträume

Dreiteilige Lesereihe über die Natur mit Frank Meier

Am Donnerstag, dem 23. April 2015 beginnt die neue, dreiteilige Lesereihe. Frank Meier liest große Autoren, Dichter und Naturforscher. Auf dem Programm stehen ausgewählte Texte, die die Natur in melancholischer Poesie, atemberaubenden Schönheit und faszinierender Vielfalt zeigen.

Teil 1: Humboldt und die Nacht im Dschungel

Donnerstag 23. April, 19.30 Uhr

Alexander von Humboldts (1769 – 1859) Weg zum Naturforscher begann als Knabe mit Tagträumen angesichts exotischer Kräuter aus der Apotheke und erreichte mit der Forschungsreise nach Südamerika einen Höhepunkt. Seine Begeisterung für die Vielfalt des Lebens in den Tropen überträgt sich bis heute auf das Publikum.

Eintritt: 5 €

Teil 2: Thoreau und das Blockhaus am See

Donnerstag 7. Mai, 19.30 Uhr

Henry David Thoreau (1817 – 1862) bezog am amerikanischen Unabhängigkeitstag des Jahres 1845 eine Blockhütte an einem See im Wald. Sein zweijähriger Ausstieg sensibilisierte ihn für jedes Detail der Umwelt, wie etwa das Zittern eines Erlenblattes im Abendwind. Sein philosophischer Bericht über diese Zeit besticht durch atemberaubende Naturschilderungen.

Eintritt: 5 €

Teil 3: Die Dichter und der Wald ohne Elfen

Donnerstag 21 Mai, 19.30 Uhr

Gedichte und poetische Texte aus drei Jahrhunderten zeugen von der wechselvollen, doch stets innigen Beziehung der Dichter zur Natur. Vom Barock über Goethe, Eichendorff, Heine, Hesse, die Expressionisten bis zu Enzensberger und Robert Gernhard reicht das Spektrum aus frommer, schwärmerischer, melancholischer und ironischer Poesie.

Eintritt: 5 €

Eintritt bei Buchung von allen 3 Lesungen: 10 €

Karten an der Information erhältlich.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist wird um Voranmeldung gebeten:

05231 99250 oder Mail

Landesmuseum zeigt visionären Stuhl aus dem 3D-Drucker

GENERICO – Ein Prototyp für das neue Sitzen

Die Designsammlung im Landesmuseum zeigt auf insgesamt drei Geschossen Exponate aus Geschichte und Gegenwart des Möbel-Designs. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie die Geschichte dokumentiert, die Gegenwart zeigt und die Zukunft anregt. Als Stellvertreter der Zukunft präsentiert die Sonderausstellung nun den spektakulären Prototypen, der durch das 3D-Druckverfahren aus einem einzigen Material digital gefertigt wurde: der GENERICO. Die Sonderausstellung ist bis zum 24. März 2015 zu sehen.

2014

Erfolgreiches kulturLICHT 2.0

Lippisches Landesmuseum übergibt Spende zu Gunsten der Aktion Lichtblicke e.V.

Mit der Veranstaltung kulturLICHT, die dieses Jahr zum zweiten Mal stattfand, unterstützt das Museum auch die Aktion Lichtblicke e.V. Diese kümmert sich besonders um Menschen unter uns, die schwere Schicksalsschläge hinnehmen mussten. kulturLICHT 2.0 bot beste Unterhaltung für einen guten Zweck. Lasershow, Feuerwerk und fliegende Fackeln begeisterten die Besucher im Museum. Musikalisch reichte die Bandbreite von Soul und Pop bis Latin und Bossa Nova. Höher als vergangenes Jahr war auch die Spende. 1.050 Euro wurde an Radio Lippe, stellvertretend für die Aktion Lichtblicke e.V., überreicht.

v.l.n.r.: Museumsdirektor Dr. Michael Zelle; Markus Knoblich, Radio Lippe; Mario Rakuša, Lippisches Landesmuseum

Beste Unterhaltung im Zeichen des Lichts

kulturLICHT 2.0

Wissen vermitteln, Bildung fördern und unterhalten. Das sind die Aufgaben des Lippischen Landesmuseums. Mit der Veranstaltung kulturLICHT, die dieses Jahr zum zweiten Mal stattfand, unterstützt das Museum auch die Aktion Lichtblicke e.V. kulturLICHT 2.0 bot beste Unterhaltung für einen guten Zweck. Lasershow, Feuerwerk und fliegende Fackeln begeisterten die Besucher im Museum. Musikalisch reichte die Bandbreite von Soul und Pop bis Latin und Bossa Nova. „Das war eine tolle Veranstaltung“, zieht Museumsdirektor Dr. Michael Zelle Bilanz. „Die Besucher waren sehr zufrieden, das ist natürlich für uns ein Zeichen das Konzept fortzuführen."

kulturLICHT 2.0

NRW-Tag 2014

Das Lippische Landesmuseum präsentierte sich am NRW-Tag 2014 in Bielefeld. Rund 250.000 Besucher lockte die Veranstaltung in die Innenstadt. Einer der ersten Besucher am Stand des Lippischen Landesmuseums war Landrat Friedel Heuwinkel, der sich als Künstler versuchte.

 

 

Radio Lippe-Der Talk

Radio Lippe-Chefredakteur Thorsten Wagner im Gespräch mit Museumsdirektor Dr. Michael Zelle und dem Kinderkardiologen Dr. Nikolaus Haas (HDZ Bad Oeynhausen) über die Detmolder Kindermumie.

Der Radio Lippe-Talk vom 6. Juli 2014

Bad Oeynhausener Herzspezialisten beenden Spekulationen um Todesursache

Komplexer Herzdefekt der Detmolder Mumie kommt heute noch vor

Dr. Michael Zelle, Lippisches Landesmuseum Detmold: „Eines der weltweit größten und interessantesten Forschungsprojekte.“

Wissenschaftler und Herzspezialisten des Herz- und Diabeteszentrums NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, lassen keinen Zweifel an ihrer Diagnose: Die berühmte, im Lippischen Landesmuseum Detmold beheimatete Kindermumie ist vor 6.500 Jahren an einem sehr seltenen angeborenen Herzfehler gestorben, dem sogenannten Hypoplastischen Linksherzsyndrom, kurz HLHS. Unter Experten weltweit sorgt diese Diagnose für eine kleine Sensation: Denn das HLHS ist ein sehr seltener, besonders schwerwiegender und komplexer Herzdefekt, der heute in nur wenigen Spezialzentren behandelt werden kann. Die Bad Oeynhausener Computertomographie-Aufnahmen weisen zudem erstmals überhaupt nach, dass diese Fehlbildung bereits vor Tausenden von Jahren vorgekommen ist. [mehr...]

Den Bericht können Sie in der WDR Mediathek sehen.

Bedeutende Neuzugänge in der Ausstellung Mythos

Zwei Gemälde bereichern die Sammlung.

Das Lippische Landesmuseum zeigt deutschlandweit die umfassendste Sammlung zu der Rezeptionsgeschichte der Schlacht im Teutoburger Wald. Mit Unterstützung der Lippischen Museumsgesellschaft konnte diese um zwei neue Gemälde erweitert werden. Sie sind eine wichtige Ergänzung für die Ausstellung Arminius, Thusnelda und die Schlacht im Teutoburger. Franz Schröders „Schlacht im Teutoburger Wald“ ist ein wichtiger Beleg zur Popularität des Themas in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Das Gemälde „Germania es kommt dein Tag“ des völkischen Dichters, Schriftstellers und Malers Ludwig Fahrenkrog, entstand nach dem Ersten Weltkrieg. Geprägt von dem, als schmachvoll empfundenen, Versailler Vertrag, malt Fahrenkrog „Germania“, die Verkörperung Deutschlands. Die in Ketten gelegte Germania kniet vor Arminius, dem Helden, der Deutschland zu alter Stärke führen soll. Das aus heutiger Sicht martialisch wirkende Gemälde ist ein Spiegelbild der vorherrschenden Überzeugung der Nachkriegszeit. 

Sonderausstellung Leben und Tod im Alten Peru
Vom 12.April 2014 bis 9.November 2014

Die älteste Mumie auf dem europäischen Kontinent. Die kleine Mumie aus der völkerkundlichen Abteilung des Lippischen Landesmuseums war die Sensation der Ausstellung „Mummies of the World“ in den USA. In den drei Jahren sahen 1,5 Millionen Besucher die Mumie, die älter als Ötzi ist. Ab April 2014 ist sie wieder im Lippischen Landesmuseum zu besichtigen. Die Ausstellung „Leben und Tod im Alten Peru“ nimmt die Besucher mit auf eine Reise in die peruanische Vergangenheit. Hier gibt es das Video The Detmold Child (auf Englisch)

The Detmold Child is coming home

Nach einer dreijährigen Tournee durch große amerikanische Museen ist die wohl älteste Mumie auf dem europäischen Kontinent wieder im Lippischen Landesmuseum.

Die kleine Mumie aus der völkerkundlichen Abteilung des Lippischen Landesmuseums war die Sensation der Ausstellung „Mummies of the World“ in den USA. In den drei Jahren sahen 1,5 Millionen Besucher die Mumie, die älter als Ötzi ist. „Mummies of the World“ war die Weltweit größte Ausstellung von Mumien und ähnlichen Artefakten. Ursprung der Schau in den USA war die Ausstellung „Mumien. Der Traum vom ewigen Leben“ des Reiss-Engelhorn Museums in Mannheim. Diese wurde im Jahr 2007 in Mannheim gezeigt, als Ergebnis der Forschungsarbeit des German Mummy Project. Es waren Untersuchungen des German Mummy Projects, die eine genaue Datierung des Alters der Detmolder Kindermumie möglich machten. Mit modernster Computertomographie wurde diese auf die Zeit 4504-4457 v Chr. datiert.

2013

kulturLICHT

Das Landesmuseum bringt Licht in die dunkle Jahreszeit

Das Lippische Landesmuseum Detmold veranstaltet den ersten kulturLICHT Abend, eine Veranstaltung zu Gunsten der Aktion Lichtblicke e. V.

Am 23.November 2013 von 18.00 bis 22.00 Uhr zeigt sich das Museum in einem ganz anderen Licht. kulturLICHT. Der Name ist Programm. Bei freiem Eintritt steht der Abend ganz im Zeichen des Lichts. So fliegen bei einer Feuershow Fackeln durch die Luft, ein Feuerstab wirbelt, brennende Seile ziehen Lichtmuster im Dunkeln. Eine Lasershow sorgt außerdem für späktakuläre Lichteffekte. Taschenlampenführungen durch ausgewählte Bereiche des Museums ermöglichen neue und ungewöhnliche Blicke auf die Sammlung. Und die Ausstellung Exotische Farbwelten wird mit der musikalischen Untermalung von Michael Pigorsch zu einer exotischen Klangwelt. Michael Pigorsch ist Musiker, Komponist und Produzent, dessen musikalische Einflüsse im Rock, Blues und Funk bis hin zum Chanson sowie mediterranen Traditionen und Weltmusik anzusiedeln sind. Höhepunkt des Abends ist die Präsentation der neuen Außenbeleuchtung des Lippischen Landesmuseums: Um 20 Uhr wird die Beleuchtung, die mit freundlicher Unterstützung der Hillgraf GmbH und der Zumtobel Licht GmbH realisiert wurde, erstmals eingeschaltet. Sie ist Bestandteil der Detmolder Kultur Meile.

kulturLICHT 2013