Ur- und Frühgeschichte

Im Haus Ameide, einem spätklassizistischen Gebäude, befindet sich die Abteilung Ur- und Frühgeschichte mit Funden von der Steinzeit bis ins Mittelalter.
Ihren Grundstock bildeten die Bestände aus der „Sammlung vaterländischer Altertümer“, eine schon 1893 auf Initiative Oskar Münsterbergs und Dr. Otto Weerths gegründete Einrichtung, die sich um Erhalt, Sicherung und Sammlung kulturhistorischer wichtiger Funde kümmerte.

Bis heute ist die Sammlung zur Ur- und Frühgeschichte stetig gewachsen und vermittelt dem Besucher einen spannenden Einblick in die archäologische Vergangenheit der Region Lippe.

Einen Einstieg in die Archäologie bietet dabei die Darstellung der vielfältigen Arbeits- und Datierungsmethoden der Archäologie, die immer mehr durch naturwissenschaftliche Methoden unterstützt wird.

Neben der eigentlichen Methodik der Archäologie, der Typologie, Chronologie und Stratigraphie werden naturwissenschaftliche Verfahrensweisen der absoluten Altersbestimmung – C-14 Datierung und Dendrochronologie – ebenso vorgestellt wie Luftbildarchäologie und Geomagnetik/ Georadar, die in jüngster Zeit verstärkt zum Erkennen von archäologischen Befunden eingesetzt werden.

In der amtlichen Bodendenkmalpflege geht es heute vornehmlich um den Erhalt der noch verbliebenen Bodendenkmäler. Ausgrabungen werden nur an den Plätzen durchgeführt, deren Zerstörung nicht mehr abgewendet werden kann. Daher sind alle ungefährdeten Bodenurkunden zu schonen und alle Überreste vor Verfall und störenden Eingriffen jeder Art zu schützen.

Das 1980 in Kraft getretene neue Denkmalschutzgesetz des Landes NRW hebt das alte Lippische Heimatschutzgesetz von 1920 auf, und überträgt die Wahrnehmung der Bodendenkmalpflege den Landschaftsverbänden.